Pressestimmen

Sybille Berg über die schönsten Badeanstalten der Schweiz:
„Die Badi Utoquai, neben der Kronenhalle die zweite gute Stube Zürichs, schwappt wie eine hölzern ziselierte Fregatte der königlichen Flotte auf dem Zürich-See. In jedem Moment scheint sie abzulegen, auf den See zu treiben und niemals an Land zurückzukehren.

Das Utoquai ist eine Insel der Seligen, ein lokales Heiligtum, und nichts bringt die Stadtzürcher schneller auf die Barrikaden als dessen Bedrohung. Eine Protestwelle, grösser als die Demonstrationen gegen die Absetzung Christoph Marthalers als Theaterintendant, erschütterte die Stadt, als das Sportamt die Öffnungszeiten der Badi änderte. Die kämpferische Anführerin der Tumulte war damals eine 82-jährige Dame. Der Zürcher will um 7 Uhr vor der Arbeit schwimmen gehen, erst recht wenn er 82 ist. Die Bevölkerung hat gewonnen!

Jeden Morgen um sieben öffnet die Badi. Man sagt, es sei die mit der besten Küche, auf jeden Fall mit sehr gutem Kaffee, Obstsäften, frischen Gipfeln und feinem Kuchen. So beginnt der Sommermorgen in Zürich.

Seit 1890 badet der Eingeborene hier, die wunderschönen Turmkuppeln der Badi wurden bei einer Renovation wegrenoviert, doch was geblieben ist, langt, um die Liebe der Zürcher zu ihrer Badi zu erhalten.

Hier kennt man sich. Und zeigt sich. Eine kleine Erregung lässt die Badi-Besucher an diesem Morgen kurz von ihrer Zeitung aufschauen: Ein Taucher und ein Wasserpolizist wackeln über die Bohlen. Hat es Tote gegeben? Nein, nur eine Mutter Gottes ist gestorben. Ein Tessiner berichtet mit Tränen in den Augen, dass ihm sein goldener Anhänger ins Wasser gefallen sei. Für 120 Franken sucht die Wasserpolizei nun nach seiner Mutter Gottes aus Lourdes. Das ist die Schweiz, sagt der Tessiner, wenn sie sie nicht finden, bekomme ich mein Geld zurück, das ist die Schweiz, wiederholt er mehrfach.

Die Schweiz ist das ernsthafte Tauchen nach Anhängern, und das Utoquai ist wie Zürich, freundlich auf den zweiten Blick, ein wenig hölzern, aber sehr liebenswert. Hier niemanden zu begegnen, den man kennt, schaffen nur Touristen.“
Sybille Berg, Sonntagsblick Magazin, 28. August 2012

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„Der Schlemmer sieht beinahe bis ans Mittelmeer: Das Kiosk-Restaurant heisst neu Freie Sicht aufs Mittelmeer – und verspricht damit nicht zu viel. Ein Gefühl der Weite stellt sich beim unverstellten Blick auf den See ein. Das einladende Salat- und Tapasbuffet mit liebevoll zubereiteter Tortilla, Pouletschenkeln, Kichererbsensalat oder Taboulé stillt das Fernweh.

Hausgemachte Wähen und Birchermüesli sowie täglich wechselnde Menüs wie Calamares vom Grill oder Pasta Bolognese runden das Angebot an.

Die 120-jährige Badi verströmt altehrwürdigen Charme. Viele Stammgäste sind stilbewusste Stammgäste mittleren Alters, sie sind fit und tragen gut sitzende Badehosen. Sie lesen grossformatige Zeitungen und viel rezensierte Romane, plaudern, dösen oder stürzen sich ins Nass. Die Stimmung ist friedlich, freundlich und entspannt.

Ein Kaffee auf dem Holzrost direkt am See frühmorgens gehört zum Schönsten, was Zürich zu bieten hat.“
Tages-Anzeiger, 30. Juni 2012

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„Man fühlt sich hier ein wenig wie im Film „La Piscine“ mit Alain Delon und Romy Schneider, deren Porträts die Wand der Bar zieren.“
Le Temps, 29. Juni 2012

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„Abgelutscht.“
NZZ, Mai 2012

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„Neben den Besuchern liegt eher die NZZ als Gala. Und das Restaurant offeriert die europäische Presse von El Pais bis Gazzetto dello Sport.“
Le Temps, 29. Juni 2012

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„L’endroit tout de bois vêtu a été construit en 1890, qualifié de „Palace des badis“. Avec vue sur le lac. Respect. Cinq minutes suffisent depuis l’Opéra. Ici, c’est un peu La Piscine d’Alain Delon et Romy Schneider, dont le portrait orne le mur du bar. Oui, les maillots griffés des années 70 connaîtraient un nouveau souffle. Elément qui saute aux yeux, les lunettes. Pas forcément Ray Ban mais optiques, tendance intello. Deuxième aspect: la NZZ plutôt que Gala à côté de nombreux visiteurs. Et l’espace restaurant propose une presse européenne avec El País ou La Gazzetta dello Sport. Sur l’une des parois boisées, une reproduction du J’accuse d’Emile Zola.

Nous voici dans le „easy relax urban, note Play Hunter, où l’argent s’allie à l’intellect pour montrer que les Zurichois aussi savent jouir du farniente“. Le matin, les retraités. A midi, les employés des grands médias tout comme les designers ou spécialistes en communication du quartier de Seefeld. Pas rare non plus de croiser des artistes, comme, ce mercredi midi, Manon et ses lunettes noires, icône zurichoise de la performance.“
Anne Fournier in: Le Temps, 29. Juni 2012

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Buffet nach dem Bade

Die schönste Badi in Zürich ist aus Holz gebaut. Das altehrwürdige Utoquai mit seinem umwerfenden Charme bietet nicht nur spektakuläre Aussichten auf den Zürichsee und das gegenüberliegende Ufer, sondern auch ein kulinarisches Angbot, das sich vom Badi-Einerlei abhebt. Auf der "Insel der Seligen" bedient sich der Gast vorzugsweise am abwechslungsreichen, attraktiv präsentierten Salat- und Tapas-Buffet (Preis nach Gewicht). Im Kiosk Restaurant "Freie Sicht aufs Mittelmeer" ist alles frisch zubereitet. Die Speisen sind entsprechend mediterran geprägt: griechischer Feta-Salat, spanische Tortilla, Couscous-Salat aus der nordafrikanischsen Küche, Taboulé, ein Salat nach libanesischer Art, die orientalische Spezialität Hummus oder Ajvar, eine würzige, mittelscharfe Paste aus dem Balkan, die aus Paprika und Auberginen zubereitet wird. Es gibt auch ein täglich wechselndes Menu (ab Fr. 19.50), Quiches mit Salaten (Fr. 15.50), hausgemachte Wähen und Birchermüsli-und einen Brunch am Sonntag. Das Bad Utoquai, das in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen feiert, kann für Feste jediglicher Art gemietet werden. Ein schönerer Ort ist in Zürich schwer zu finden. Wer das Utoquai entdeckt hat, wird Stammgast - auch aus kulinarischen Gründen. (kep.)

12. Juli 2015/NZZ am Sonntag

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Die Badi Utoquai liegt wie ein Schiff vor der Stadt und hat wunderbares Wasser zum Baden. Cocktailparty-Atmosphäre zu bestimmten Zeiten.

City-Tour mit Maja Hoffmann, 2015